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DAK-Gesundheitsbericht 2017

Gemeinsame Pressemitteilung von der DAK-Gesund, der Selbsthilfe Schlafapnoe in Essen e.V. und Herrn Prof. Dr. med. Dipl. Ing. Helmut Tesch-ler, Chefarzt der Pneumologie der Ruhrlandklinik Essen, Westdeutsches Lungenzentrum
Krankenstand in Essen gesunken
Ausfalltage weiterhin über Landesschnitt – Sonderanalyse belegt starke Zunahme von Schlafstörungen
Essen, 04.10 2017. Der Krankenstand in Essen ist 2016 gesunken. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte ab. Mit vier Pro-zent gab es in der Region dennoch einen etwas höheren Krankenstand als im Landes- und Bundesdurchschnitt (3,9 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1.000 Arbeitnehmern 40 krankgeschrieben. Der höchste Krankenstand in Nordrhein-Westfalen wurde mit je 5,2 Prozent in Gelsenkirchen und Bottrop verzeichnet, der niedrigste mit 3,4 Prozent in Düsseldorf. Alexander Löhr, Leiter der Kundenberatung in Es-sen, Prof. Dr. Helmut Teschler, Chefarzt der Abteilung für Pneumologie in der Ruhrlandklinik Essen, und Michael Biermann, zweiter Vorsitzender des Selbsthilfevereines für Schlafapnoe in Essen und Schriftführer im Bundesverband für Schlafapnoe und Schlafstörungen Deutsch-land e.V., haben in einer gemeinsamen Runde über die Ergebnisse des Gesundheitsreportes gesprochen.
Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für die Region Essen zeigt die wichtigsten Veränderun-gen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. Mehr als jeder Fünfte und damit die meisten Ausfalltage (22,1 Prozent des Krankenstandes) erfolgten aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen. Hier gab es zehn Prozent weniger Krankschreibungen. Die Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände belegten den zweiten Rang und machten 19,8 Prozent des Krankenstandes aus. Einen deutlichen Rückgang
von mehr als neun Prozent gab es bei den Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Sinusitis. Mit einem Anteil von 15 Prozent am gesamten Krankenstand lagen sie auf Platz drei.
„Wir informieren nicht nur regelmäßig über den Krankenstand in der Region, sondern schauen dar-über hinaus auf wichtige Einflussfaktoren für Erkrankungen“, sagt Alexander Löhr von der DAK-Gesundheit. „Diese Analysen helfen uns, noch gezielter beim betrieblichen Gesundheitsmanage-ment (BGM) ansetzen zu können und Arbeitgebern konkret Hilfe anzubieten. So werden beispiels-weise längere Ausfallzeiten durch Rückenleiden oder seelische Probleme vorgebeugt.“
Jeder zehnte Nordrhein-Westfale hat schwere Schlaf-Probleme
Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem aktuellen Gesundheitsreport mit dem Schwerpunktthema „Schlafstörungen“ auch, wie es um die nächtliche Erholung der Arbeitnehmer steht. Die Kasse wirft dabei einen Blick auf Ursachen und Risikofaktoren. Für das Schwerpunkthema wertete das IGES Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Nordrhein-Westfalen aus. Es wurden zudem bundesweit mehr als 5.000 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren be-fragt und zahlreiche Experten eingebunden. Die Ergebnisse wurden mit einer DAK-Untersuchung aus dem Jahr 2010 verglichen. Ein Fazit: Knapp 80 Prozent der Erwerbstätigen in NRW berichten von Schlafproblemen. Seit 2010 stieg der Anteil der von Ein- und Durchschlafproblemen betroffenen 35- bis 65-jährigen Arbeitnehmer um 65 Prozent an. Schwere Schlafstörungen haben sich seit 2010 sogar verdoppelt. Fast jeder zehnte Arbeitnehmer (9,4 Prozent) in Nordrhein-Westfalen leidet unter schweren Schlafstörungen (Insomnien) mit Ein- und Durchschlafstörungen, schlechter Schlafquali-tät, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung.
Die DAK-Analyse für Nordrhein-Westfalen zeigt, dass sich dieser Trend auch bei den Krankmeldun-gen auswirkt. Die Fehltage aufgrund von Schlafstörungen stiegen um 110 Prozent auf jetzt 5,18 Tage je 100 Versicherte. Die große Mehrheit der Menschen in NRW versucht allein mit den Schlaf-problemen zurechtzukommen und geht nicht zum Arzt. Lediglich 4,7 Prozent der Erwerbstätigen waren im vergangenen Jahr deswegen in den Praxen. Im Bundesdurchschnitt sind es 4,8 Prozent. Selbst Erwerbstätige mit der schweren Schlafstörung Insomnie gehen meist nicht zum Arzt: 70 Pro-zent von ihnen lassen sich nicht behandeln.
Risiken Erreichbarkeit und Schichtarbeit
Ursache für Schlafprobleme sind laut DAK-Report Nordrhein-Westfalen unter anderem Arbeitsbe-dingungen. Wer zum Beispiel häufig an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit arbeitet, steigert sein Risiko schwere Schlafstörungen zu entwickeln. Auch starker Termin- und Leistungsdruck, Über-stunden sowie Nachtschichten und ständige Erreichbarkeit nach Feierabend gelten in diesem Zu-sammenhang als wichtige Risikofaktoren.
Zu viel abendliche TV- und Computer-Nutzung
Viele Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen sorgen aber auch selbst für einen schlechten Schlaf. Nach der Studie der DAK-Gesundheit schauen 82 Prozent der Erwerbstätigen vor dem Einschlafen
Selbsthilfe Schlafapnoe in Essen e.V.
Mitglied im Landesverband Schlafapnoe in NRW
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Filme und Serien, 70 Prozent erledigen abends private Angelegenheiten an Laptop oder Smartpho-ne. Etwa jeder Achte Nordrhein-Westfale kümmert sich noch um dienstliche Dinge wie E-Mails oder
die Planung des nächsten Arbeitstages. „Viele Menschen haben nachts das Smartphone an der Steckdose, können aber ihre eigenen Akkus nicht mehr aufladen“, so Löhr. „Die Beschwerden müs-sen ernst genommen werden, da chronisch schlechter Schlaf der Gesundheit ernsthaft schaden kann.“
DAK-Gesundheit bietet Schlaf-Beratung per Hotline an
Als Reaktion auf die aktuelle Studie und die zunehmenden Schlafstörungen bietet die DAK-Gesundheit ihren Versicherten ab sofort eine spezielle Schlaf-Beratung an: Die neue Hotline ist rund um die Uhr erreichbar. Unter der Rufnummer 040 325 325 805 geben Mediziner individuelle Hinwei-se und Tipps rund um die Themen Schlafen und Schlafstörungen. Im Internet bietet die DAK-Gesundheit auch ein umfangreiches Schlaf-Special an: Auf www.dak.de/schlaf gibt es viel Wis-senswertes rund um das Thema gesunder Schlaf sowie ein Schlaftagebuch.
Die DAK-Gesundheit ist eine der größten Krankenkassen Deutschlands. Sie hat mehr als eine Milli-on Versicherte in Nordrhein-Westfalen, davon rund 32.000 in Essen.
Mit rund 300 Schlafapnoe-Betroffenen ist der Selbsthilfeverein in Essen einer der größten und die älteste Selbsthilfe für Schlafapnoe in der gesamten Bundesrepublik und feiert in diesem Jahr Ihr 25-jähriges Bestehen.
Am Samstag, den 25. November 2017 findet der Patientenkongress im Tagungs- und Stadthotel Franz, Steeler Straße 261 in 45138 Essen-Huttrop statt. Neben renommierten Referenten aus der Medizin, wird es am Nachmittag eine Podiumsdiskussion mit bekannten Bundespolitiker geben.
Die Selbsthilfegruppe trifft sich an jeden 3. Dienstag im Monat ab 18:00 Uhr in der MUNDUS-Senioren-Residenz im Girardethaus in Essen-Rüttenscheid. Weitere Informationen erhalten Sie über unsere Inter-netseite unter www.schlafapnoe-essen.de oder per E-Mail an selbsthilfe@schlafapnoe-essen.de

Wenn Schnarchen gefährlich wird

Selbsthilfegruppe Schnarchen-Schlafapnoe informiert über Risiken und Therapie bei Schnarchen und Schlafapnoe. Presseartikel vom 16.08.17 in allen Regionalausgaben der Schwäbischen Zeitung.Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Homepage des Landesverbandes Baden-Würtenberg.

Hier können Sie sich den Artikel herunterladen und ausdrucken.

Nicht jammern – neue Wege suchen Herr Joachim Glotz in Kompass Gesundheit – das Magazin für Baden-Württemberg

Im Lauf der Jahre nahm die Patientenzahl zu. Es wurde deutlich, dass Schlafapnoe keine Modeerscheinung war, kein Krankheitskonstrukt, sondern eine typische Volkskrankheit. Die Wissenschaft bewies durch eine Vielzahl von Studien, dass eine nicht behandelte Schlafapnoe sehr wahrscheinlich Bluthochdruck verursacht, Diabetes mellitus, Depressionen und im schlimmsten Fach Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Wir wissen heute, dass fast jeder Patient, der mit einem Schlaganfall in die Klinik eingewiesen wird, an einer bislang noch nicht diagnostizierten und behandelten Schlafapnoe leidet.

Hier können Sie sich auch den gesamten Artikel als PDF-Datei herunterladen und ausdrucken.


Artikel in der Mitgliederzeitschrift der IKK-classic Ausgabe 01/2017

BSD - Artikel in der Fachzeitschrift "NAKOS INFO" Ausgabe Dezember 2016

Selbsthilfe Schlafapnoe in Essen e.V.

Wie sieht die Zukunft der Schlafapnoe aus?

Achtung, Schlafkiller!

Spardiktat der Kassen

Podiumsdiskussion in Wilhelmshaven

Älteste und erste Selbsthilfegruppe für Schlafapnoe in Deutschland bestätigt den Vorstand. Kurt Gethmann wurde als Beisitzer in Vorstand des Bundesverbandes gewählt.