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Schlafmedizin

REM-Schlaf
Paradoxer Schlaf; Schlafstadium, das sich durch rasche Augenbewegungen, durch einen extrem schlaffen Muskeltonus, in dessen Folge der Körper praktisch unbeweglich ist, und durch spezielle EEG-Muster auszeichnet.

Oft wird der REM-Schlaf auch als Traumschlaf bezeichnet, denn während dieses Schlafstadiums träumt der Schlafende hauptsächlich. Traumepisoden, die im Non-REM-Schlaf vorkommen, werden von den Schlafenden im Allgemeinen nicht als Traum gewertet. Nicht selten sind die Träume des REM-Schlafs auch nach dem Aufwachen noch im Gedächtnis, insbesondere Albträume. Zum Ende der Schlafenszeit werden die REM-Schlafphasen häufiger und länger.

REM-Schlaf kommt bei allen Säugetieren vor; seine Funktion ist noch nicht vollständig geklärt, vermutet wird aber, dass dieses Schlafstadium für Lernprozesse von Bedeutung ist. Möglicherweise verarbeitet der Schlafende im REM-Schlaf auch die auf ihn während des Tages eingeströmten Sinneseindrücke. Dass der REM-Schlaf eine größere Bedeutung besitzen muss, zeigt sich darin, dass sich bei Versuchspersonen der REM-Schlaf nach Entzug der REM-Schlafphasen in den darauffolgenden Nächten verlängerte.

Für den schlaffen Muskeltonus während des REM-Schlafs gibt es übrigens eine recht einfache Erklärung: Es handelt sich um einen Schutz des Körpers vor zu heftigen Bewegungen, die unter Umständen durch die Träume ausgelöst werden können.
See also:
Albtraum
EEG
Non-REM-Schlaf
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