Kontakt | Impressum | Datenschutz | Startseite
Narkolepsie

Krankheit, die u.a. durch übermäßige Tagesschläfrigkeit, einem plötzlichen Verlust der Muskelspannung (Kataplexie), Schlaflähmung und kurz vor dem Einschlafen auftretende Halluzinationen (so genannte hypnagoge Halluzinationen) gekennzeichnet ist. Bei der Narkolepsie ist zudem in aller Regel der Nachtschlaf gestört.

Die Tagesschläfrigkeit macht sich auch durch Schlafattacken bemerkbar; die Betroffenen schlafen in ausgesprochen unpassenden, oft sogar gefährlichen Situationen (z.B. beim Autofahren) ein. Kennzeichnend für die Kataplexie sind extrem „weiche“ Knie, das Einsacken des Körpers oder sogar Stürze infolge eines Verlustes des Muskeltonus. Bei der Schlaflähmung ist der Körper beim Aufwachen zeitweilig völlig bewegungsunfähig. Die Betroffenen können oft zeitweise nicht richtig sprechen.

Die Ursachen der Narkolepsie sind bislang nicht bekannt; vermutet wird, dass eine Störung des Schlaf-wach-Rhythmus vorliegt, die möglicherweise genetisch bedingt ist. Diagnostiziert wird die Narkolepsie in der Regel im Schlaflabor durch Schlafmediziner.

Die Behandlung besteht in der Gabe von Medikamenten, die die Tagesschläfrigkeit reduzieren. Auch die Symptome von Kataplexie und Schlaflähmung können durch Medikamente verringert werden. Daneben sollten die Betroffenen geregelte Schlaf- und Aufstehzeiten einhalten, sich tagsüber ein- bis zweimal ein Nickerchen gönnen und Situationen, in denen eine erhöhte Unfallgefahr durch die Tagesschläfrigkeit bestehen könnte, ganz bewusst auf eine Zeit legen, zu der sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht einschlafen.

Siehe auch:
Halluzination
Schlaflabor