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Steiner S, Schueller PO, Schulze V, Strauer BE. Occurrence of coronary collateral vessels in patients with sleep apnea and total coronary occlusion. Chest. 2010 Mar;137(3):516-20.

34 Patienten mit Verschluss von Herzkranzgefäßen wurden untersucht. Dabei fand man angiographisch, d.h. durch Röntgendarstellung der Gefäße des Herzens bei Patienten mit OSAS mehr Umgehungskreisläufe (Kollateralenbildung) im Vergleich zu Patienten ohne schlafbezogene Atmungsstörung. Man nimmt an, dass die Ursache der Gefäßneubildung mit Umgehung der verstopften Stelle die häufige Sauerstoffmangelsituation während der Apnoen ist. Dieser Mechanismus ist damit ein Schutz vor einer gravierenden Durchblutungsstörung. Es sollte aber festgehalten werden, dass OSAS ein Risikofaktor für Herzkranzgefäß-Erkrankungen darstellt.

Autor: K.-H. Rühle

Olsen S, Smith S, Oei TP, Douglas J. Cues to starting CPAP in obstructive sleep apnea: development and validation of the cues to CPAP Use Questionnaire. J Clin Sleep Med. 2010 Jun 15;6(3):229-37.

In der Studie wurde untersucht, weshalb die Patienten mit Schlafapnoe  eine Therapie beginnen. Was sind die wichtigsten Auslöser, was gibt ihnen sozusagen den letzten Ruck? Sie entscheiden sich nur dann für CPAP, wenn sie von der Wirksamkeit der Therapie überzeugt sind, die erwarteten Nebenwirkungen, Unannehmlichkeiten und Kosten sprechen dagegen. Entscheidend ist die ausreichende Information über die Krankheit und Beratung durch den Arzt.

Autor: K.-H. Rühle

Bourey RE, Bourey JR, Habbal N, Balaa A. Early gain in body mass with continuous positive airway pressure therapy for obstructive sleep apnea. Somnologie 2010; 14: 207-212

Beginnt man eine Therapie mit CPAP kommt es innerhalb von wenigen Tagen zu einer Gewichtszunahme im Schnitt von etwa 1,5 kg. Dies hat aber nichts mit vermehrter Kalorienzufuhr zu tun, sondern hängt mit einer Zunahme des Blutvolumens infolge einer Verbesserung der Herzkreislauffunktion zusammen. Unter CPAP besteht bei Übergewicht durch vermehrte körperliche Aktivität die Chance, das „wahre“ Körpergewicht zu reduzieren.

Autor: K.-H. Rühle

Permut I, Diaz-Abad M, Chatila W, Crocetti J, Gaughan JP, D'Alonzo GE, Krachman SL. Comparison of positional therapy to CPAP in patients with positional obstructive sleep apnea. J Clin Sleep Med. 2010 Jun 15;6(3):238-43.

Bei lageabhängiger Schlafapnoe wurde ein Lagerungsgürtel eingesetzt. Als Erfolg wurde eine Reduktion des Apnoe-Hypopnoe-Index unter 5 pro Stunde gewertet. Im Vergleich zu CPAP fanden die Verfasser der Studie gleichwertige Ergebnisse. Der Vergleich wurde im Rahmen einer einzigen Nachtmessung durchgeführt. Ob die Therapie auch über längere Zeit akzeptiert und fortgeführt wird, wurde nicht untersucht. Weitere Studien zu Langzeitergebnissen sind erforderlich.

Autor: K.-H. Rühle

Nilius G, Wessendorf T, Maurer J, Stoohs R, Patil SP, Schubert N, Schneider H. Predictors for treating obstructive sleep apnea with an open nasal cannula system (transnasal insufflation). Chest. 2010 Mar;137(3):521-8.

Diese Untersuchung befasste sich mit einer den Patienten mit OSA wenig beeinträchtigenden Therapie. Bei der Transnasalen Insufflation (TNI) wird über eine Art Nasenbrille (ähnlich wie bei der Sauerstofftherapie) Luft mit hoher Flussrate zugeführt. Hierdurch wird in den oberen Atemwegen eine Druckerhöhung erzeugt und geringgradige Verengungen der Atemwege verhindert. Weitere Untersuchungen im Langzeitverlauf, vor allem bei leichten Atmungsstörungen sind erforderlich.

Autor: K.-H. Rühle

Baguet JP, Barone-Rochette G, Lévy P, Vautrin E, Pierre H, Ormezzano O, Pépin.JL. Left ventricular diastolic dysfunction is linked to severity of obstructive sleep apnoea. Eur Respir J. 2010 Dec;36(6):1323-9.

Die Autoren konnten nachweisen, dass Patienten mit OSAS, die erstmals diagnostiziert worden waren und keine Herzmedikamente erhalten hatten, in etwa einem Viertel der Fälle an einer Funktionsstörung des Herzens litten. Die linke Herzkammer wies eine sogenannte Relaxationsstörung (fehlende Entspannung) auf. Je schwergradiger die OSAS , d.h. je geringer der mittlere Sauerstoffwert in der Nacht war ,desto häufiger wurde die Störung gefunden.

Autor: K.-H. Rühle

Platt AB, Kuna ST, Field SH, Chen Z, Gupta R, Roche DF, Christie JD, Asch DA. Adherence to sleep apnea therapy and use of lipid-lowering drugs: a study of the healthy-user effect. Chest. 2010 Jan;137(1):102-8.

Viele Patienten mit OSAS werden mit Lipid- senkenden Medikamenten behandelt. In der Untersuchung von Platt und Mitarbeitern konnte gezeigt werden, dass diejenigen Patienten, die zuverlässig ihre Medikamente einnahmen auch eine längere CPAP-Nutzungszeit aufwiesen. Dieser Zusammenhang sollte berücksichtigt werden, wenn positive Effekte der CPAP-Therapie auf die Herzfunktion nachgewiesen werden.

Autor: K.-H. Rühle

Rosenthal L, Massie CA, Dolan DC, Loomas B, Kram J, Hart: |A multicenter, prospective study of a novel nasal EPAP device in the treatment of obstructive sleep apnea: efficacy and 30 –day adherence. J Clin Sleep Med 2009; 5(6): 532-537.

Bei Provent handelt es sich um einen Einmalartikel zur Behandlung des OSAS mit einem kleinen Ventil, das in die Nasenöffnungen geschoben wird. Bei Einatmung bleibt das Ventil offen und es besteht kein Widerstand, bei der Ausatmung dagegen verschliesst sich das Ventil, nur eine kleine Öffnung bleibt bestehen. Damit steigt der Widerstand in den Atemwegen an. Durch die resultierende Druckerhöhung in den oberen Atemwegen soll der Kollaps verhindert werden. Bei einigen Patienten fiel der AHI auch tatsächlich relevant ab. Eine Vorhersage, welcher Patient profitiert, war nicht möglich. Weitere Untersuchungen über den Wirkungsmechanismus dürften interessant werden.

Autor: K.-H. Rühle